Affeltrangen ist Qualisieger - Umstrittener Abstiegskampf
Schon nach dem Abschluss der Qualifikation steht in der Ostschweizer Erstligagruppe mit dem STV Affeltrangen der voraussichtliche Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Nationalliga B fest.
Einzig der Abstieg von Ettenhausen aus der NLB könnte dies noch verhindern.
Affeltrangen erwies sich am Samstag in Wängi als klar stärkstes Team. Mit drei Erfolgen setzten sich die Thurgauer klar an die Spitze der Rangliste. Nach der einfachen Qualifikationsrunde wird nun das Teilnehmerfeld halbiert und je vier Mannschaften bestreiten die Auf- beziehungsweise die Abstiegsrunde.
Erster Entscheid gefallen?
Da sich nebst Affeltrangen lauter Reserveteams in der vorderen Tabellenhälfte platziert haben, steht deren Teilnahme an der Aufstiegsentscheidung am 07. Februar in Zürich wohl bereits fest. Dann treten die Erstligameister der vier Gruppen gegeneinander an und ermitteln den Aufsteiger.
Und da im Schweizer Nationalligafaustball pro Verein nur eine Mannschaft spielberechtigt ist, können keine Reserveteams an dieser Spielrunde teilnehmen. Ausser Ettenhausen würde absteigen, dann könnten deren Reserven dies mit einem Aufstieg kompensieren. Nicht so Diepoldsau und Rickenbach-Wilen (RiWi), denn ihre Fanionteams spielen in der Nationalliga A.
Ettenhausen spielt aber bisher gut in der NLB und so dürfte der STV Affeltrangen die Ostschweizer Gruppe vertreten. Doch das Team mit seinen sechs Spielern im idealen Faustballalter zwischen 20 und 29 Jahren will mehr als nur mit dabei sein. Zuerst will es nach dem Gewinn der Qualifikation auch den Ostschweizer Hallentitel im Erstligafaustball.
Absolut dominant gewann Affeltrangen am Samstag gegen Diepoldsau 2 und Waldkirch jeweils in drei Sätzen. Einzig im dritten Spiel gegen Oberbüren kämpften die Thurgauer mit leichten Problemen und gewannen erst im Entscheidungssatz.
Sprung nach vorn
Das Team der Runde war in Wängi aber die zweite Mannschaft von Ettenhausen. Mit drei Erfolgen schafften die Südthurgauer den unglaublichen Sprung vom vorletzen auf den zweiten Rang. Sie schlugen zuerst den bisherigen Tabellenführer RiWi 2 und liessen danach auch Ermatingen keine Chance.
Das Team vom Untersee vergab im dritten Satz beim Stande von 10:4 deren sechs Satzbälle und musste in der Verlängerung den alles entscheidenden Matchball von Ettenhausen 2 zum10:12 entgegen nehmen.
Richtig zu kämpfen hatte die Südthurgauer einzig in der Partie gegen Faustball Widnau 2. Im letzten Spiel der Qualifikation glich Ettenhausen 2 zwei Mal einen Satzrückstand gegen die Rheintaler aus und siegte dann in der Entscheidung klar.
Punktegleich
Ein unglaubliches Bild bot die Tabelle nach der letzten Spielrunde der Qualifikation. Hinter dem deutlich führenden Affeltrangen folgten vier Mannschaften mit jeweils acht und drei weitere mit je vier Zählern. So mussten spezielle (Unter-)Tabellen erstellt werden.
Denn bei Punktegleichheit entscheiden die jeweiligen direkten Begegnungen der betroffenen Teams untereinander. Oberbüren ist dabei von grossem Pech verfolgt. Denn im punktegleichen Verfolgerquartett belegt das langjährige Nationalligateam den letzten Platz und bleibt somit unter dem Strich.
Oberbüren musste am Samstag in allen drei Partien stets über das Maximum von fünf Sätzen. Zweimal verlor es im Entscheidungssatz. Nur gegen den TSV Waldkirch reichte es zum Sieg, da die Nachbarn zwei Matchbälle vergaben. Oberbüren schaffte daraufhin die kaum mehr erwartete Wende zu Sieg.
Schlusstrio
Waldkirch wurde gleich anschliessend vom führenden Affeltrangen in drei Sätzen klar bezwungen und bleibt mit vier Zählern in der Abstiegsrunde. Ebenso Ermatingen mit zwei deutlichen Niederlagen. Die erste davon brachte dem Schlusslicht Faustball Widnau 2 die ersten Punkte.
Dank zwei Siegen in den drei Einsätzen sind nun die Rheintaler Reserven auch wieder mit dabei und haben gute Chancen, sich gegen den Abstieg zu wehren. Denn in die Abstiegsentscheidung nehmendie Mannschaften die halben Punkte mit. Somit beginnen die Widnauer die Heimrunde am 09. Januar zwei Zähler hinter Oberbüren punktegleich mit Ermatingen und Waldkirch.
Widnaus Reserven traten am Samstag in Wängi ohne ihre drei 15-jährigen Nachwuchstalente an. Denn zur gleichen Zeit wurde die Ostschweizer Finalrunde der U16-Meisterschaften in Wängi ausgetragen, welche Widnau gewann. Im Team der Rheintaler standen mit Mark Hüttig und Mario Kohler zwei NLA-Abwehrspieler, die noch keine zwei Partien in der oberen Spielklasse absolviert haben und daher spielberechtigt waren. Zur Komplettierung des Angriffs griffen die Rheintaler auf ihren 35-jährigen ex-Nationalspieler Daniel Kehl (4 LS) zurück. /Cas
Faustball 1. Liga - Ostschweiz
3. Spielrunde in Wängi/TG:
Affeltrangen - Diepoldsau 2 3:0 (11:5,11:4,11:2)
Waldkirch - Oberbüren 2:3 (13:11, 11:8, 12:14, 7:11,8:11)
Affeltrangen - Waldkirch 3:0 (11:5, 11:4, 11:4)
Diepoldsau 2 - Oberbüren 3:2 (13:11, 11:5, 6:11, 5:11,11:8)
Affeltrangen - Oberbüren 3:2 (9:11, 11:7, 11:2, 8:11, 11:4)
Faustball Widnau 2 - Ermatingen 3:1 (11:8, 7:11,11:6, 11:8)
RiWi 2 - Ettenhausen 2 1:3 (7:11, 11:2, 6:11, 4:11)
Faustball Widnau 2 - RiWi 2 3:1 (3:11, 11:4, 11:2, 11:6)
Ermatingen - Ettenhausen 2 0:3 (5:11, 5:11, 10:12)
Faustball Widnau 2 - Ettenhausen 2 2:3 (11:6, 8:11, 11:9, 6:11, 4:11)
Rangliste nach der Qualifikation:
1. STV Affeltrangen 7 Spiele 12 Punkte 18:8 Sätze
2.* FBV Ettenhausen 2 7 8 17:14
3.* FG RiWi 2 7 8 16:13
4.* SVD Diepoldsau 2 7 8 16:13
5.* TSV Oberbüren 7 8 17:16
6.* TSV Waldkirch 7 4 11:17
7.* STV Ermatingen 7 4 12:19
8.* Faustball Widnau 2 7 4 10:17
* direkte Begegnungen massgebend
Final- und Abstiegsrunden am 09. Januar 2010 in Widnau (Vorrunde)
sowie am 16. Januar 2010 in Wilen/TG (Rückrunde)





